Swissport betrieb nun Schadensbegrenzung: Das Unternehmen forderte das Personal in Basel und Zürich auf, am Wochenende nach Genf zu kommen. So soll die Gepäcksortierung am Genfer Flughafen trotz zahlreichem Ferienverkehr gewährleistet werden.

Ein Ultimatum an die Streikenden wurde nicht gestellt. Der Dialog zwischen Swissport und den Streikenden sei jedoch unterbrochen, sagte Firmensprecher Stephan Beerli.

Manche der streikenden Flughafenarbeiter verdienen 3500 Franken pro Monat. Die Swissport-Direktion schlug den Streikenden eine Lohnerhöhung von 140 Franken pro Monat vor. Dies sei aber weit weg von den geforderten 250 Franken.

Die Streikenden wehren sich auch gegen die Entscheidung ihres Arbeitgebers, im Krankheitsfall den Lohn während den ersten drei Tagen auf 80 Prozent zu senken. Die Massnahme sei jedoch eine Kompensation der höheren Krankenkassenbeiträge, sagte der Genfer Swissport-Chef David Glorieux.

Der vermittelnde Genfer Staatsrat François Longchamp wollte die Hoffnung auf eine Lösung nicht begraben. Er werde nächste Woche die Situation mit den Sozialpartnern erörtern, teilte der Politiker und Verwaltungsratspräsident des Genfer Flughafens mit.

Für Samstag kündigten die Streikenden eine Kundgebung am Flughafen in Genf an. Sie werden dabei von verschiedenen Parteien und Gewerkschaften unterstützt.

Der Streik der Swissport-Angestellten begann am vergangenen Samstag. Gemäss Angaben der Gewerkschaft VPOD beteiligen sich rund 70 Mitarbeiter am Arbeitskampf. Vorwiegend das Personal der Gepäcksortierung sowie das Pistenpersonal verweigern die Arbeit.