Autobranche

General Motors verkauft US-Marke Saturn

GM findet Käufer für Saturn

GM findet Käufer für Saturn

Der insolvente Autohersteller General Motors (GM) hat einen Käufer für seine US-Marke Saturn gefunden. Mit dem Autohändler Penske Automotive Group sei ein Vorvertrag geschlossen worden, teilte GM mit.

Die Vereinbarung sehe vor, dass mehr als 350 Händler und 13'000 Arbeitsplätze erhalten blieben. Die Transaktion soll im dritten Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen werden.

GM hatte am Montag Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US- Insolvenzrechts angemeldet und strebt eine umfassende Umstrukturierung innerhalb von 60 bis 90 Tagen an. Dabei will sich der in Detroit ansässige Konzern künftig auf vier US-Marken konzentrieren. Die Marken GMC, Chevrolet, Cadillac und Buick sollen bleiben.

Penske ist in den USA nach Umsatz die zweitgrösste Autohandelsgruppe nach AutoNation und hat für Daimler in den USA den Vertrieb des Kleinwagens smart übernommen.

General Motors will von 2011 an wieder in die Gewinnzone zurückfahren. Dann soll es zumindest vor Steuern und Zinslasten ein Plus von drei Milliarden Dollar geben.

Allein für das laufende Jahr befürchtet GM aber noch ein Minus von mindestens 17,5 Mrd. Dollar (12,3 Mrd Euro) vor Steuern, zeigen beim Insolvenzgericht vorgelegte Dokumente. Und 2010 werde der Verlust immer noch 1,3 Mrd. Dollar betragen.

Bislang wagt GM keine Prognose, wann auch unter dem Strich wieder schwarze Zahlen stehen. Von Anfang 2005 bis heute hat der einst weltgrösste Autohersteller ein Minus von insgesamt 88 Mrd. Dollar nach Steuern eingefahren.

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