Die verschiedenen Rückrufaktionen im laufenden Quartal würden das Unternehmen insgesamt 700 Millionen Dollar kosten, hiess es. General Motors hatte bereits im Februar und März 2,6 Millionen Autos aus den Jahren 2003 bis 2011 zurückgerufen, weil die Zündschlösser während der Fahrt in die Aus-Position springen und so neben dem Motor auch die Elektronik ausschalten können. Dies kann etwa dazu führen, dass sich Airbags bei Unfällen nicht öffnen.

Dem Unternehmen wird vorgeworfen, die Lösung des Problems verschleppt zu haben. Offenbar hatten Ingenieure bereits ab dem Jahr 2001 Kenntnis von den defekten Zündschlössern.

Mit dem Konstruktionsmangel werden laut GM mehr als 50 Unfälle mit insgesamt 13 Toten in Verbindung gebracht. Konsumentenschützer vermuten deutlich höhere Opferzahlen.

Im vergangenen Monat akzeptierte GM wegen der verspäteten Rückrufe die Zahlung einer Geldbusse von 35 Millionen Dollar an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Auch der Kongress und das Justizministerium untersuchen derzeit das Vorgehen des grössten Autokonzerns der USA. Auf das Unternehmen könnten Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe zukommen.