Auto-Krise

General Motors meldet drei Angebote für Opel

Opel soll verkauft werden (Archiv)

Opel soll verkauft werden (Archiv)

Im Ringen um den Autohersteller Opel hat die frühere Muttergesellschaft GM die Wahl zwischen drei Angeboten. Zum Ende der Frist am heutigen Montag reichten der Zulieferer Magna, der Finanzinvestor RHJ International und der Hersteller BAIC Vertragsentwürfe bei GM ein.

Das teilte General Motors (GM) Europe in Zürich mit. Magna und RHJI gelten als Favoriten, BAIC waren zuletzt keine Chancen mehr eingeräumt worden. Die Vertragsentwürfe der Bieter werden an diesem Dienstag von GM gesichtet und bewertet.

Sie werden laut einem Regierungssprecher parallel der Bundesregierung zur Kenntnis gegeben. Sowohl die deutsche Regierung als auch die Regierungen der Bundesländer mit Opel-Standorten müssen mit der Wahl von GM einverstanden sein, weil die Konzepte aller Bieter Staatsgarantien vorsehen.

"Unsere Verhandlungen mit GM sind sehr weit fortgeschritten", sagte ein RHJ-Sprecher. Es gebe keinen Grund, grosse Änderungen an dem Konzept vorzunehmen.

Der in Belgien ansässige RHJ wird von Teilen des GM-Managements bevorzugt, bisher aber vom Opel-Betriebsrat und den Regierungen der Bundesländer abgelehnt.

Hingegen besserte Magna sein Konzept in einigen wichtigen Punkten nach. Zudem teilte der österreichisch-kanadische Zulieferer mit, dass er eine höhere Beteiligung an der neuen Gesellschaft anstrebt als bisher bekannt.

Europaweit sind bei Opel 54'000 Mitarbeiter beschäftigt, davon rund 26'000 in Deutschland.

Das letzte Wort über den Investor hat die Opel-Treuhand, die 65 Prozent der Anteile an Opel hält. Sie wird nach Abstimmung mit GM und den Regierungen entscheiden, welcher Bieter den Autohersteller übernimmt.

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