Immerhin konnte GE den Umsatz dank Zuwächsen im Öl- und Gasgeschäft sowie in den Sparten für Luftfahrt und Medizintechnik um gut drei Prozent auf 30,1 Milliarden Dollar erhöhen. Das teilte der Siemens-Konkurrent am Freitag in Boston mit.

Insgesamt übertrafen die Ergebnisse die Prognosen der Analysten. Der Aktienkurs legte vorbörslich leicht zu. Konzernchef John Flannery sagte, die Zahlen hätten "im Rahmen der Erwartungen" gelegen. Man mache Fortschritte dabei, GE "einfacher und stärker" aufzustellen.

Der über 125 Jahre alte Dino der US-Wirtschaft, dessen Wurzeln auf den Glühbirnen-Erfinder Thomas Edison zurückgehen, befindet sich nach schlechten Erfahrungen in der Finanzkrise schon seit geraumer Zeit in einem tiefgreifenden Konzernumbau. Die Finanztochter GE Capital, die einst die Hälfte des Umsatzes machte, wurde weitgehend abgewickelt.

Flannery ersetzte vor knapp einem Jahr den viel kritisierten Jeff Immelt, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Bislang hält sich sein Erfolg aber in Grenzen. Wegen der anhaltend schlechten Kursentwicklung flog die GE-Aktie im Juni sogar erstmals nach über 110 Jahren aus dem US-Leitindex Dow Jones.

Kahlschlag bei General Electric: 1200 Stellen gestrichen

Kahlschlag bei General Electric: 1200 Stellen gestrichen

Seit Monaten zitterten die Angestellten. Nun ist klar: Der Standort Oberentfelden wird komplett aufgelöst. Dafür wird Birr gestärkt. Insgesamt bau GE 1200 Stellen ab, 200 weniger als ursprünglich befürchtet.

Grosser Abbau in der Schweiz

GE baut in der Schweiz 1200 Stellen ab. Das gab das Unternehmen jüngst bekannt. Das sind immerhin 200 Arbeitsplätze weniger, als noch Anfang Dezember 2017 angekündigt wurden. Mehr als 500 der betroffenen Mitarbeiter haben GE seit der Bekanntgabe des Stellenabbaus schon verlassen.

Den GE-Standort in Oberentfelden wird es bald nicht mehr geben, wie die Firma ebenfalls bekannt gab. Dabei handelt es sich nicht um eine Schliessung, sondern um eine Verlegung. Total 50 Stellen werden gestrichen, alle anderen werden nach Birr verlagert. Als Ergebnis der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern investiert GE zudem 40 Millionen in Birr in ein neues Fertigungszentrum.