ZKB

Geldsegen für Ämtler Gemeinden

Anlässlich der Gewinnausschüttung an die Gemeinden, von links: Urs Oberholzer, Bankratspräsident; Martin Diethelm, Filialleiter in Affoltern; und Mario Landolt, Marktgebietsleiter. (Bild Werner Schneiter)

Geldsegen für Ämtler Gemeinden

Anlässlich der Gewinnausschüttung an die Gemeinden, von links: Urs Oberholzer, Bankratspräsident; Martin Diethelm, Filialleiter in Affoltern; und Mario Landolt, Marktgebietsleiter. (Bild Werner Schneiter)

Die Ämtler Gemeinden erhalten von der Zürcher Kantonalbank für das Jahr 2009 eine Gewinnbeteiligung in der Höhe von gesamthaft 3,8 Mio. Franken. Das sind 82 Franken pro Einwohner.

Von Werner Schneiter
Die ZKB Affoltern lud Gemeindepräsidenten, Finanzvorstände und Gemeindeschreiber am Dienstag ins Restaurant Erpel am Türlersee ein - und verbreitete frohe Kunde: Am Gewinn 2009 der Staatsbank können die Ämtler Gemeinden für 2009 mit gesamthaft gut 3,8 Mio. Franken partizipieren. Das entspricht 82 Franken pro Einwohner - 10 Franken mehr als im Vorjahr.
Die mit einer Staatsgarantie ausgestattete ZKB zahlt zwar keine Steuern, ist aber per Gesetz verpflichtet, Kanton und Gemeinden am Gewinn zu beteiligen. Und dieser Betrag liegt über jenem, den die ZKB als Steuerzahlerin berappen müsste. Bei einer solchen Variante würden einseitig die Stadt Zürich und der Bund profitieren. Mit der Gewinnausschüttung wird auch die Staatsgarantie abgegolten. Für 2009 schüttet die Bank im Kanton Zürich insgesamt 381 Mio. Franken aus. Zwei Drittel davon gehen an den Kanton, ein Drittel an die 171 zürcherischen Gemeinden. Der an der «Geldübergabe» anwesende Präsident des ZKB-Bankrats, Urs Oberholzer, sprach von einem ausgezeichneten ZKB-Geschäftsjahr 2009 - nicht selbstverständlich in diesem wirtschaftlichen Umfeld.
Die ZKB habe von den Problemen anderer Geldinstitute profitiert. Als Hauptgrund für den guten Geschäftsgang nannte Oberholzer aber die gut gewählte Strategie der Bank und die Kompetenz der Mitarbeitenden. Der Bankratspräsident trat auch der Kritik entgegen, wonach die ZKB - wie andere Grossbanken - zu gross ist. Sie sei anders organisiert als die anderen Grossen, gehöre zu 100 Prozent dem Kanton, der - via Kantonsrat - Einfluss nehmen könne. «Ich bin auch ein Verfechter der Staatsgarantie. Sie ist bei uns verbunden mit einem klaren Leistungsauftrag. Und ich bin mir auch bewusst, dass diese Staatsgarantie wieder unter Beschuss kommen wird», sagte Urs Oberholzer.


Überdurchschnittliches Wachstum im Bezirk Affoltern


Zum guten ZKB-Geschäftsjahr 2009 haben auch die Filialen im Bezirk Affoltern beigetragen. Das Wachstum - vor allem im Hypothekargeschäft und bei den Kundengeldern - liegt in der Region sogar über dem kantonalen Durchschnitt, meldet Martin Diethelm, Filialleiter der ZKB Affoltern. Dazu haben nach seinen Worten nicht nur die rege Bautätigkeit und das damit einhergehende Bevölkerungswachstum beigetragen, sondern auch die starke Verwurzelung der ZKB im Säuliamt. Sie verfügt über ein dichtes Filialnetz und rühmt sich einer überdurchschnittlichen Mitarbeitertreue, die zur Kontinuität beiträgt. In Affoltern, Hausen und Bonstetten beschäftigt die ZKB insgesamt 40 Mitarbeitende und 11 Auszubildende. Das Wachstum im Säuliamt erfordert innerhalb von zwei Jahren eine Aufstockung des Personalbestandes um 10 Prozent.


Das erhalten die Gemeinden


An der Gewinnausschüttung partizipieren die Gemeinden im Bezirk Affoltern entsprechend ihrer Einwohnerzahl wie folgt:
Aeugst: 142 073 Franken; Affoltern: 875 589 Franken; Bonstetten: 418 368 Franken; Hausen: 270 406 Franken; Hedingen: 278 421 Franken; Kappel: 71 141 Franken; Knonau: 142 237 Franken; Maschwanden: 48 094 Franken; Mettmenstetten: 338 130 Franken; Obfelden: 379 517 Franken; Ottenbach: 194 993 Franken; Rifferswil: 71 650 Franken; Stallikon: 246 931 Franken; Wettswil: 363 895 Franken.

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