Justizverfahren

Gefängnisstrafe und Busse für Sawiris aufgehoben

Der Unternehmer Samih Sawiris kann nach dem Vergleich aufatmen (Archiv)

Der Unternehmer Samih Sawiris kann nach dem Vergleich aufatmen (Archiv)

Der ägyptische Unternehmer Samih Sawiris muss doch nicht ins Gefängnis. Sein Bau- und Hotelkonzern Orascom hat mit der ägyptischen Finanzaufsichtsbehörde EFSA einen Vergleich abschliessen können.

Damit werde das noch nicht in Rechtskraft erwachsene Urteil eines ägyptischen Handelsgerichtes von Ende August aufgehoben, gab Orascom am Mittwoch bekannt. Das Gericht hatte Samih Sawiris zu zwei Jahren Gefängnis und einer Busse von umgerechnet 6780 Fr. verurteilt.

Man sei froh, dass damit die enorm hohe und störende Gefängnisstrafe aufgehoben sei, erklärte Adrian Dudle, Generalsekretär der Orascom Development Holding gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Über den Inhalt und die Kosten des Vergleichs mache man keine Angaben.

Sawiris war in seiner Heimat nach dem politischen Umsturz als Orascom-Präsident und nicht als Privatmann verurteilt worden. Hauptvorwurf war, dass die Orascom-Tochter Orascom Hotel & Development (OHD) die Beteiligung der Muttergesellschaft Orascom Development Holding an ihr im Finanzbericht falsch ausgewiesen haben soll.

Der Bericht zeigte eine Beteiligung von 98,16 Prozent, das Aktienregister der Holding in Ägypten hingegen eine solche von 96,14 Prozent. Zudem soll OHD Kotierungsregeln verletzt haben. Sawiris hatte umgehend Einspruch erhoben und eine Kaution von rund 2700 Franken bezahlt. Orascom realisiert bekanntlich in Andermatt UR zurzeit ein Tourismus-Resort. Darauf hatte das Verfahren in Ägypten laut Unternehmensangaben keinen Einfluss.

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