Borregaard

Gebietsentwicklung Areal Borregaard: Startschuss erfolgt

Das Industrieareal der Firma Borregaard ist mit 53 Hektaren sehr gross.

Borregaard

Das Industrieareal der Firma Borregaard ist mit 53 Hektaren sehr gross.

Mit der Schliessung der Firma Borregaard fällt die bisherige industrielle Nutzung auf einer Fläche von insgesamt 53 Hektaren weg. Nun wurde die Planung für eine nachhaltige Gebietsentwicklung gestartet. An der ersten Sitzung nahmen auch Vertreter teil, die Interesse an der Stärkung des angestrebten nationalen Holzclusters haben.

Diese Woche fand die erste Koordinationssitzung der Arbeitsgruppe zur Gebietsentwicklung des Industrieareals Borregaard statt, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Solothurn. Unter der Leitung von Bernard Staub, Chef Amt für Raumplanung, trafen sich die direkt beteiligten und interessierten Akteure: Borregaard als Grundeigentümerin, die beiden Gemeindepräsidenten, weitere kantonale Amtsstellen (Wirtschaftsförderung und Umwelt), die regionalen Energieversorger (AEK, RES) sowie Vertretungen von Innostep, der Firma Schilliger Holz AG, von der Gruppenwasserversorgung Unterer Leberberg und vom Waldwirtschaftsverband Schweiz.

Eingeladen waren jene Kreise, die aufgrund der bisherigen Vorarbeiten den Schluss nahe legten, dass sie einen aktiven Beitrag an die künftige nachhaltige Gebietsentwicklung des Borregaard-Areals und seines Umlandes beitragen können. Grundlage für die Aussprache bildete ein Bearbeitungsvorschlag des beauftragten Planers Walter Weber, WAM Partner, Solothurn.

An der ersten Koordinationssitzung wurden der Bearbeitungs- bzw. der Betrachtungsperimeter für die Gebietsplanung bestätigt. Die Arbeiten werden von einer politischen Steuerungsgruppe unter der Leitung von Baudirektor Walter Straumann überwacht (strategische Ebene), die Arbeitsgruppe (operative Ebene) unterbreitet Vorschläge und koordiniert das Vorgehen, während detaillierte, themenbezogene Fragestellungen in sogenannten Plattformen bearbeitet werden.

So wurde beschlossen, Fragestellungen wie Gleisanschluss oder Ansiedlungsprojekte mit hoher Priorität anzugehen. An der Sitzung wurde zudem vereinbart, von jedem bekannten Projekt ein Projektdatenblatt zu erstellen. Ziel ist, sich damit rasch einen Überblick über mögliche Interessenten und Investoren für dieses Gebiet zu machen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Das Industrieareal der Firma Borregaard ist nicht nur aus regionaler, sondern auch aus nationaler Sicht gesehen sehr gross: 17 Hektaren liegen auf dem Gemeindegebiet von Riedholz und 36 Hektaren auf dem Gemeindegebiet von Luterbach. Planungsrechtlich handelt es sich um eine Industriezone, die spezifisch auf die bisherigen Aktivitäten der Firma Borregaard ausgerichtet war.

Für die künftige Nutzung dieses Areals und der umliegenden Gebiete stellten sich zentrale Fragen, die nur gemeinsam angegangen werden könnten. Insbesondere sind die Zusammenhänge mit dem inzwischen in Luterbach baubewilligten Projekt «Holzverarbeitungszentrum Schilliger» zu klären.

Der Regierungsrat des Kantons Solothurn hat die Bedeutung dieses Industrieareals und die planerische Herausforderung sofort erkannt, teilt die Staatskanzlei weiter mit. Baudirektor Walter Straumann und Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler haben dem Amt für Raumplanung den Auftrag erteilt, die notwendigen Vorarbeiten für eine nachhaltige Entwicklung dieses Industriegebietes einzuleiten.

Ein ad-hoc Arbeitsausschuss hat unter der Leitung des Chefs des Amtes für Raumplanung gemeinsam mit den beiden Gemeindepräsidenten von Riedholz und Luterbach und weiteren Partnern einen ersten Vorgehensvorschlag für die Gebietsentwicklung erstellt. Für diesen Arbeitsschritt ist der Planer und Ingenieur Walter Weber, WAM Partner, Solothurn beigezogen worden.

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