Bauindustrie

Geberit verzeichnet im ersten Quartal einen geringen Gewinnrückgang

Der Sanitärkonzern Geberit hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. (Archiv)

Der Sanitärkonzern Geberit hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. (Archiv)

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat im ersten Quartal 2020 nur einen minimen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Die operativen Margen wurden dabei auf hohem Niveau noch einmal gesteigert, unter anderem dank tiefer Rohmaterialpreise.

Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA reduzierte sich um 0,7 Prozent auf 260 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die entsprechende Marge legte dabei um 100 Basispunkte auf 32,6 Prozent zu.

Die operativen Ergebnisse seien durch geringere Rohmaterialpreise, Effizienzsteigerungen, Kostendisziplin sowie Preiserhöhungen positiv beeinflusst worden, heisst es dazu. Negativ zu Buche geschlagen hätten hingegen die tariflich bedingt höheren Personalkosten sowie gestiegene Abschreibungen wegen der höheren Investitionen im Vorjahr.

Der Reingewinn ging gleichzeitig um 4,4 Prozent auf 184 Millionen Franken zurück. Für den im Vergleich zum operativen Ergebnis überproportionalen Rückgang macht Geberit das als Folge der Fremdwährungsentwicklung tiefere Finanzergebnis sowie eine leicht höhere Steuerquote verantwortlich.

Damit wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den EBITDA lag bei 248,9 Millionen und für den Reingewinn bei 180,5 Millionen Franken.

Umsatz leidet unter Währungseffekten

Bereits vor gut drei Wochen wurde ausnahmsweise vorab der Umsatz bekanntgegeben. Trotz erster Auswirkungen der Corona-Pandemie in einigen Märkten hat Geberit in Landeswährung gerechnet ein Umsatzwachstum von 1,5 Prozent erzielt. In Schweizer Franken betrachtet resultierte indes ein Rückgang von 3,9 Prozent. Konkret wurde für die ersten drei Monate ein Umsatz von 798 Millionen Franken rapportiert. Darin enthalten waren negative Währungseffekte in der Höhe von 45 Millionen Franken.

Für den Monat März allein hatte Geberit allerdings einen Umsatzrückgang im "tiefen zweistelligen Prozentbereich" gemeldet.

Für das Gesamtjahr 2020 sei weiterhin nicht möglich, einen Ausblick auf die Bauindustrie zu geben, schreibt Geberit zum Ausblick. Gegenüber der Information von Anfang April habe sich die Entwicklung der Bauindustrie, die seit Mitte März durch die Auswirkungen der COVID-19-Restriktionen negativ betroffen sei, nicht wesentlich verändert.

Ausserdem teilte Geberit mit, dass das im Juni 2017 begonnene Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen worden sei. Es seien knapp 1,03 Millionen Namenaktien zurückgekauft worden, was 2,77 Prozent des im Handelsregister eingetragenen Aktienkapitals entspreche. Diese sollen vernichtet werden, sofern die Generalversammlung im kommenden Jahr dem zustimmt.

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