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GastroSuisse fühlt sich hintergangen: «Mindestlohn ist ein Vertrauensbruch»

Laut GastroSuisse verdienen heute schon viele Angestellte mehr als der Chef.

Laut GastroSuisse verdienen heute schon viele Angestellte mehr als der Chef.

GastroSuisse sieht den Gesamtarbeitsvertrag im Gastgewerbe als Errungenschaft. Man sei den Gewerkschaften weit entgegengekommen. Von diesen sieht man sich nun hintergangen, so Klaus Künzli, Präsident GastroSuisse.

Gastro Suisse, der Verband für Hotellerie und Restauration, hat sich klar gegen die Mindestlohninitiative ausgesprochen. Ein Mindestlohn von 4000 Franken pro Monat würde sich für das Gastgewerbe besonders nachteilig auswirken, warnte der Verband anlässlich der Jahresmedienkonferenz in Bern. Dies, «weil Restauration und Hotellerie standortgebunden sind und ihre Tätigkeiten nicht ins Ausland verlagern können», wie Vizepräsident Ernst Bachmann argumentierte.

Im Gastgewerbe würden höhere Löhne «wirklich nicht drinliegen». Das Gastgewerbe sei eine soziale Branche mit bodenständigen Arbeitgebern «nahe bei den Leuten».

Zahlreiche Betriebsinhaber verdienten heute nicht mehr als ihre Mitarbeitenden, teilweise gar weniger, meinte Bachmann. Die Arbeitgeber bezahlten heute die Löhne, welche die Rentabilität erlaube. Der Gesamtarbeitsvertrag im Gastgewerbe sei zudem einer der besten, die es gebe, man brauche kein «staatliches Lohndiktat». Im Übrigen habe die Schweizer Gastronomie bereits am Ja zur Masseneinwanderungsinitiative zu beissen. (nch)

Die Mindestlohninitiative ist für GastroSuisse ein Vertrauensbruch

Die Mindestlohninitiative ist für GastroSuisse ein Vertrauensbruch

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