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Galenica steigert Gewinn kräftig - Unternehmen setzt auf Forschung

Medikamente des Pharma-Unternehmens Galenica (Archiv)

Medikamente des Pharma-Unternehmens Galenica (Archiv)

Die im Gesundheitswesen tätige Galenica Gruppe hat mit einem zweistelligen Gewinnwachstum 2009 erstmals die 200 Millionen-Grenze übertroffen. Nach einer Einkaufstour ruhen die Wachstumshoffnungen nun auf dem Eisenpräparat Ferinject.

Die Berner Galenica blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Der konsolidierte Reingewinn erhöhte sich um 11,2 Prozent auf 210,4 Mio. Franken. Zum vierzehnten Mal in Folge stieg der Gewinn zweistellig.

Keinem anderen in der Schweiz kotierten Unternehmen sei dies jemals gelungen, sagte Konzernchef und Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod vor den Medien. Mit dem Ergebnis seien die Ziele erreicht und sogar leicht übertroffen worden.

Der konsolidierte Umsatz stieg wie bereits früher bekannt gegeben um 7,7 Prozent auf 2,9 Mrd. Franken. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ging allerdings im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 Prozent auf 401,1 Mio. Fr. zurück. Dies führt Galenica hauptsächlich auf die intensivierte Forschung und Entwicklung sowie auf die verstärkte Vermarktung des Eisenpräparats Ferinject zurück.

Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich leicht um 1,1 Prozent auf 266,1 Mio. Franken. Rund zwei Drittel des EBIT werde ausserhalb der Schweiz erwirtschaftet, sagte Jornod. Die Transformation vom Schweizer Pharma-Grosshändler zu einer international tätigen Gruppe im Gesundheitswesen sei damit innert 14 Jahren gelungen.

2010 soll im Gegensatz zum Vorjahr auf Akquisitionen ganz verzichtet werden. 2009 hatte Galenica unter anderem die Apothekenkette Sun Store und das Genfer Pharmaunternehmen OM Pharma übernommen.

Auf die Generalversammlung im Mai 2011 will sich Jornod, wie bereits vor einem Jahr angekündigt, nach 15 Jahren von der operativen Leitung der Gruppe zurückziehen. Der neue Konzernchef soll Anfang 2011 präsentiert werden. Jornod will sich dann auf die Rolle "eines exekutiven Verwaltungsratspräsidenten" konzentrieren.

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