Mit minus 2,2 Prozent dürfte die Nachfrage aus dem Ausland besonders stark zurückgehen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Dienstag mitteile. Gäste aus dem Inland werden gemäss der Prognose zwischen November und Ende April (-0,5 Prozent) weniger häufig übernachten als während der letzten Saison.

Seit Anfang Jahr haben sich die Schweizer Preise für Gäste aus dem Euro-Raum um rund 15 Prozent erhöht. Der Franken hat sich auch gegenüber Dollar und Pfund aufgewertet.

Rosige Zwischenbilanz

Bislang hat die Branche dem Effekt der ungünstigen Wechselkurse aber getrotzt: In den ersten acht Monaten 2010 stieg die Zahl der Übernachtungen um 2,1 Prozent - bei den ausländischen Gästen war der Zuwachs mit 2 Prozent nur leicht schwächer als bei inländischen Touristen.

Der jetzige Stand entspreche dem Niveau des Rekordjahres 2008, wie der Branchenverband Schweiz Tourismus in einer Mitteilung schreibt. In der bevorstehenden Wintersaison werde es nun aber schwierig, vergleichbare Resultate wie in der Vorsaison zu erzielen.

Diese stellt mit 15,93 Mio. Übernachtungen die zweitbeste jemals erhobene Wintersaison seit 1934 dar, wie es heisst. Während dem ganzen Tourismusjahr (November 2009 bis Ende Oktober 2010) konnte die Branche 1,6 Prozent mehr Betten belegen als im Jahr davor, wie die Konjunkturforschungsstelle BAK Basel berechnete.

Um diesen Winter dennoch möglichst viele Gäste in die Schweiz zu locken, verspricht Schweiz Tourismus die Organisation "perfekter Skiferien". Der Verband will in seiner neuen Winterkampagne das Land als "ideale Schneesport-Destination in Europa" positionieren. Ein besonderes Gewicht erhält bei der Kampagne der Skisport.