Konsum

Für Weihnachtsgeschäft noch vorsichtig optimistisch

Schweizer wünschen sich Schuhe und Kleider zu Weihnachten (Symbolbild)

Schweizer wünschen sich Schuhe und Kleider zu Weihnachten (Symbolbild)

Laut einer Umfrage der Universität St. Gallen planen 38 Prozent der Haushalte im Jahr 2010, ihre Ausgaben zu reduzieren. Nur 16 Prozent der 2000 befragten Konsumentinnen und Konsumenten wollten ihre Ausgaben erhöhen, heisst es in einem Communiqué.

Gemäss der Studie gibt es dafür zwei Hauptgründe: Viele Konsumenten rechnen mit einem sinkenden verfügbaren Einkommen aufgrund erhöhter Beiträge bei Kranken- und Pensionskassen sowie steigender Miet-, Benzin- und Stromkosten. Zweitens verringere eine zunehmende Unsicherheit die Konsumbereitschaft, gesteigert durch negative Nachrichten über die Folgen der Weltwirtschaftskrise.

Mehr als die Hälfte der Befragten zeigte sich aber überzeugt, dass die Wirtschaft 2010 wieder an Fahrt gewinnt. Entsprechend erwarten 39 Prozent, dass sich ihre persönliche Einkommenssituation verbessern wird. Nur 18,2 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

Für das angelaufene Weihnachtsgeschäft machen die Studienautoren vorsichtigen Optimismus aus: Mehr als 95 Prozent hätten eine konkrete Vorstellung davon, was sie sich zu Weihnachten wünschen.

Unterschiede zwischen Konsumenten mit optimistischen und pessimistischen Erwartungen zur finanziellen Situation ihres Haushalts gebe es keine. Beides deute darauf hin, dass der Schweizer Detailhandel einem ungetrübten Weihnachtsgeschäft entgegen sehen darf.

Gefragt sind laut der Studie im Weihnachtsgeschäft 2009 vor allem Kleidung und Schuhe (25,5%), Bücher (24,6%), Eintrittstickets (24,5%) sowie Reisen (23.8%). Alle vier Wunschkategorien stehen bei Männern und Frauen gleichermassen ganz oben auf der Wunschliste.

Während Männer sich darüber hinaus über Unterhaltungselektronik (25%) und Sportartikel (20,2%) freuen, wünschen sich Frauen zusätzlich Schmuck (19,7%), Parfum und Kosmetikartikel (17,2%). Unterhaltungselektronik ist insbesondere bei Jungen stark gefragt.

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