"Der Schweineabsatz verlief für die Mäster katastrophal", fasst der Schweizerische Bauernverband (SBV) das Schweinejahr 2012 in seinem Jahresüberblick zusammen. Dieser wurde vom Landwirtschaftlichen Informationsdienst (LID) am Freitag publiziert.

Die Schweine-Produktion sei erneut gestiegen und trotz Tiefstpreisen seien für das Sommergeschäft 200 Tonnen Schweine in Hälften für den Import bewilligt worden. Der Grund: "Man glaubte an eine gute Grillsaison." Doch nasse Juni- und Julitage machten einen Strich durch die Rechnung. Hinzu kamen für die Züchter "massiv höhere Futterkosten".

Des einen Leid, des anderen Freud: Der warme Sommer "mit jederzeit genügend Niederschlägen" liess das Gras auf Wiesen, Weiden und Alpweiden kräftig wachsen. "Ende Sommer lag genügend Heu und Silage in den Scheunen gelagert und Ballen um die Höfe gestapelt. Dazu fiel die Maisernte sehr gut aus, so dass die Futterversorgung für den Winter gesichert war", schreibt der SBV.

Lichtblick

Trotz durchschnittlicher Bilanz kann der Bauernverband im Rückblick auf das Jahr 2012 mit einer Überraschung aufwarten. Er spricht gar von einem "neuen Phänomen" und zwar bei den Lämmern.

Wo normalerweise mit der Rückkehr von der Alp die Preise für Lämmer sinken, stiegen sie dieses Jahr "überraschenderweise stark an". Mit ein Grund dafür dürfte das vom SBV mitinitiierte Projekt für die Vermarktung von Alplämmern gewesen sein.

Der Produktionswert der Landwirtschaft ist 2012 gemäss Bundesamt für Statistik um 1,9 Prozent auf knapp 10 Milliarden Franken gesunken. 47 Prozent stammen aus tierischer Produktion und 42 Prozent aus pflanzlicher Produktion. Der Rest kommt aus landwirtschaftlichen Dienstleistungen. Die Bruttowertschöpfung sank um 4 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken.