Fontana hatte bei Holcim im Februar 2012 die operative Führung übernommen und dem Unternehmen in den Folgejahren ein striktes Effizienzsteigerungsprogramm verordnet, das immer noch läuft.

Bei der Fusion des Konzerns mit der französischen Lafarge war für ihn keine Position im Führungsteam des kombinierten Konzerns vorgesehen. Nach der erfolgreichen Fusion von Holcim und Lafarge trat Fontana daher Anfang Juli von seinem Posten zurück.

Zuvor hatte der französische Manager mit Ingenieursdiplom bei Unternehmen wie Aperam, ArcelorMittal oder SNPE in verschiedenen Führungspositionen gearbeitet.

Beim Atomkraftwerkbauer Areva, der zu 87 Prozent dem französischen Staat gehört, erwartet Fontana keine einfache Arbeit. Der Konzern schreibt seit vier Jahren Verluste. Im vergangenen Jahr wurde ein Rekordverlust von 4,8 Milliarden Euro eingefahren.

Areva hat im Mai mitgeteilt, dass weltweit bis zu 6000 der derzeit 45'000 Stellen gestrichen würden. Die Personalkosten beliefen sich bei einem Umsatz von 8 Milliarden Euro auf zwischen 3,5 bis 4 Milliarden Euro, begründete Personalchef François Nogue damals die Abbaupläne.