Enron

Früherer Enron-Manager zu Haftstrafe verurteilt

Prozess gegen Enron-Manager (Archiv)

Prozess gegen Enron-Manager (Archiv)

Knapp acht Jahre nach dem Pleiteskandal des US-Energieriesen Enron ist ein weiterer Manager des Konzerns zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Der frühere Chef der Enron Broadband Services, Joseph Hirko, wurde von einem US-Gericht am Montag zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Der 53-Jährige hatte sich zuvor des Betrugs schuldig bekannt. Zudem muss Hirko im Rahmen einer Vereinbarung mit dem US-Justizministerium sieben Millionen Dollar an die Opfer seiner Machenschaften zahlen.

Der Enron-Breitbandkabel-Dienst wurde 1990 ins Leben gerufen. Der Kollaps von Enron im Dezember 2001 ist eine der grössten Firmenpleiten der US-Geschichte. Erst kurz vor dem Zusammenbruch war damals ans Licht gekommen, dass der Energiekonzern Schulden in Höhe von schätzungsweise 40 Milliarden Dollar in seinen Bilanzen verschleiert hatte.

Durch die Pleite verloren Tausende von Beschäftigten ihren Arbeitsplatz und viele zudem ihre in Firmenaktien angelegte Altersversorgung. Hinzu kamen Schäden für Anleger in Milliardenhöhe.

Der ehemalige Enron-Chef Jeffrey Skilling wurde im Oktober 2006 zu 24 Jahren Haft verurteilt. Enron-Gründer Kenneth Lay starb im Juli zuvor an einem Herzinfarkt, bevor das Urteil gegen ihn gefällt werden konnte.

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