Frösche und Schwalben in der Kiesgrube

Das Kiesgebiet Honert in Stetten bietet Tieren und Planzen Raum  (Bild: ZVG)

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Das Kiesgebiet Honert in Stetten bietet Tieren und Planzen Raum (Bild: ZVG)

Die Stiftung Natur & Wirtschaft hat die Kiesabbaustelle Honert der Kieswerk Otto Notter AG in Stetten mit dem Qualitätslabel ausgezeichnet. Damit würdigt die Stiftung die Anstrengungen des Unternehmens, das einen für die Schweiz bedeutenden Amphibienstandort unterhält.

Durch den grossflächigen Kiesabbau entstehen im Lauf der Jahre Trockenstandorte, Tümpel und offene Flächen, die oft wertvolle Lebensräume und ökologische Nischen für seltene Pflanzen- und Tierarten sind. Es ist besonders wichtig, auch temporär inaktive Abbaustellen zu unterhalten und weiter zu pflegen, da diese sonst verbuschen und überwuchert werden. Die Kieswerk Otto Notter AG pflegt in diesem Sinn die Kiesgrube Honert in vorbildlicher Art und Weise. Eine ökologische Begleitplanung stellt die Erhaltung der Artenvielfalt sicher, ein Naturlehrpfad zeigt der Bevölkerung den Wert und die Schönheit der Natur. Die Stiftung Natur & Wirtschaft bestätigt mit ihrem Qualitätslabel in regelmässigen Abständen den Erfolg dieses Engagements. Nun wurde die Zertifizierung von 2000 zum zweiten Mal bestätigt.

Auch der Laubfrosch findet hier Laichplätze

Die Kiesgrube Honert ist im Bundesinventar der bedeutenden Amphibienlaichgebiete aufgeführt. Zu Recht, denn jeden Frühling pflanzen sich verschiedene Frosch- und Krötenarten in den Tümpeln und Schlammweihern fort. Unter anderen finden die Gelbbauchunke, der Fadenmolch und vor allem auch der seltene Laubfrosch in der Grube wieder Laichplätze. Bemerkenswert sind aber auch die verschiedenen Trockenstandorte. Wärmeliebende Insekten wie die Wildbiene oder der Schachbrettfalter finden in den sonnenbeschienenen Kieshügeln rare Lebensräume. Im grossen Kieshügel bauen sogar Uferschwalben ihre Bruthöhlen.

Mit beträchtlichem Aufwand befreien Mitarbeiter die nur noch als Umschlagplatz genutzte Grube von standortfremden Pflanzen und verhindern ein Überwuchern des Geländes. (az)

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