Insgesamt entsprachen nur 30 der 1500 untersuchten Fische nicht den geltenden Frischekriterien, wie die Kantonschemiker am Dienstag mitteilten. In 39 Fällen konnte zudem eine falsche Kennzeichnung nachgewiesen werden.

Grösser waren die Mängel bei der Rückverfolgbarkeit der angebotenen Waren: In 126 Fällen waren die Händler nicht in der Lage, die Herkunft und Kennzeichnung der verkauften Fische nachzuweisen.

Ungenügende Wartung

In zahlreichen Geschäften bemängelten die Kontrolleure zudem zu hohe Lagertemperaturen oder die ungenügende Wartung der Eismaschinen. Unter dem Strich gab es nur gerade bei 78 der 203 kontrollierten Geschäfte keinerlei Beanstandung.

Andererseits habe es keinen gravierenden Fall gegeben, der eine sofortige Schliessung des Geschäfts nötig gemacht oder die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten gefährdet hätte, heisst es in der Mitteilung.

Durchgeführt wurden die Kontrollen im Herbst 2011 in über 200 Geschäften in der ganzen Schweiz, in welchen Frischfisch oder Fischfilets angeboten werden. Kontrolliert wurden neben Frische und Kennzeichnung die hygienischen Bedingungen der Räumlichkeiten, Anlagen und Geräte, die Aufbewahrungs- und Temperaturbedingungen sowie die Selbstkontrolle der Geschäfte.