Luxusgüter

Frankenstärke drückt bei Richemont auf die Margen

Richemont-Tochter Cartier

Richemont-Tochter Cartier

Der Luxusgüterkonzern Richemont wächst dank des Nachfragebooms insbesondere in Asien zwar stark, doch die Frankenstärke lastet auf den Margen.

In den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 (April bis August) kletterte der Umsatz des Herstellers von Schmuck, Uhren und Lederwaren um 29 Prozent. Bei konstanten Wechselkursen hätte das Wachstum gar 35 Prozent betragen, wie der in Euro bilanzierende Konzern am Mittwoch anlässlich seiner Generalversammlung mitteilte. Den Betrag der erzielten Erlöse nannte Richemont nicht.

Konzernchef Johann Rupert erklärte, der starke Franken drücke auf die Ergebnisse, da Richemont in der Schweiz einen Grossteil der Produktion und die Firmenzentrale betreibe.

Asien als Wachstumstreiber

Wachstumstreiber blieb die Region Asien-Pazifik (ohne Japan). Dort wuchs der Umsatz in Euro um 46 Prozent. In Amerika betrug das Wachstum 26 Prozent, in Europa 21 Prozent. In Japan verlangsamte sich die Zunahme wegen der Erdbebenkatastrophe auf 7 Prozent.

Für das erste Halbjahr rechnet die Gruppe mit einem deutlichen Anstieg beim Umsatz und beim operativen Gewinn. Wegen Währungsverlusten bei der Umrechnung in der Bilanz sowie einem Bewertungsgewinn im Zusammenhang mit der Net-a-Porter-Übernahme von 101 Mio. Euro in der Vorjahresperiode werde aber der Gewinn mehr oder weniger auf Vorjahresniveau liegen.

Richemont könne sich in einem schwierigen Umfeld auf eine starke Bilanz stützen, hiess es weiter. Die Netto-Cash-Position stehe mit 2,6 Mrd. Euro etwa auf dem Niveau von Ende März.

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