In den Schweizer Wäldern wurden 2013 rund 3 Prozent mehr Holz geschlagen als im Jahr zuvor. Bei einer Ernte von total 4,78 Millionen Kubikmeter (m3) betrug die Zunahme rund 120'000 m3, wie aus der aktuellen Forststatistik der Bundesämter für Umwelt (BAFU) und für Statistik (BFS) hervorgeht.

Der leichte Anstieg wird auf die erhöhte Nachfrage nach Energieholz zurückgeführt. Im Vergleich zu 2012 wurden 8 Prozent mehr Holz für die Energiegewinnung verwertet. In den letzten zehn Jahren nahm diese Erntemenge um knapp 60 Prozent zu.

Verbesserte Wirtschaftlichkeit

Die Forstbetriebe konnten 2013 die Unterdeckung um 26 Prozent auf 43 Millionen Franken reduzieren, dies vorab wegen leicht höherer Preise und tieferer Erntekosten. Gemäss dem forstwirtschaftlichen Testbetriebsnetz (TBN) resultierte 2013 für die Waldbesitzer bei der Holzernte ein Verlust von durchschnittlich 7 Franken pro Kubikmeter Holz.

Werden zusätzlich die Kosten für Waldpflege, Walderschliessung, die Leistungen zu Gunsten der Wohlfahrt, die Infrastruktur sowie Verwaltung berücksichtigt, betragen die ungedeckten Kosten für die Nutzung eines Kubikmeters Holz sogar das Doppelte.

Im Mittelland und im Jura arbeiten die Forstbetriebe zwar kostendeckend. Ohne Beiträge von Bund und Kantonen seien die Ernte und damit auch die Pflege von Gebirgs- und Schutzwäldern aber nicht durchführbar, schreiben BAFU und BFS. Letztes Jahr richtete die öffentliche Hand Beiträge von 180 Franken pro Hektare aus (2012: 182 Franken).

Warmer Winter erschwert Holzschlag

Weil die Waldböden durch Regen aufgeweicht waren, musste im letzten Winter, dem drittwärmsten seit Beginn der Messungen vor 150 Jahren, die mechanisierte Holzernte zum Teil eingestellt werden.

Wegen der globalen Klimaänderung könnten laut BAFU "mittelfristig neue Verfahren und Prozesse bei der effizienten Holzernte und der nachgelagerten Logistik" gefragt sein.