Auto-Krise

Ford einigt sich mit chinesischem Autokonzern Geeley über Verkauf

Volvo wird von Ford an chinesischen Autokonzern Geeley verkauft

Volvo wird von Ford an chinesischen Autokonzern Geeley verkauft

Nach der Saab-Technik kommt nun auch die Ford-Tochter Volvo in chinesische Hände. Geeley, das grösste Privatunternehmen der Branche in der Volksrepublik, schnappte sich die schwedische Traditionsmarke.

Volvo wechselt den Besitzer im zweiten Quartal 2010. Im ersten Quartal sei der endgültige Vertragsabschluss geplant, kündigte Ford nach der Einigung über letzte Streitfragen vor allem bei Patenten an.

Der US-Konzern will sich vollständig aus der vor zehn Jahren eingekauften Tochter zurückziehen. Die Geschäftspartner gaben zunächst keinen Preis bekannt, in Verhandlungskreisen war jedoch von 1,8 Mrd. bis 2 Mrd. Dollar die Rede.

Ford hatte ursprünglich 6,5 Mrd. Dollar bezahlt, kann die Mittel jetzt aber gut für den Schuldenabbau gebrauchen. Nachdem der Konzern - anders als die Saab-Muttergesellschaft General Motors und Konkurrent Chrysler - die Krise ohne staatliche Hilfen überstanden hat, will er bis 2012 wieder in die Gewinnzone zurückkehren.

Ford hatte seine seit letztem Jahr mit hohen Verlusten kämpfende Tochter kurz nach Ausbruch der Finanzkrise zum Verkauf angeboten. Volvo produzierte 2008 mit 20'000 Beschäftigten knapp 375'000 Fahrzuge.

Das 1927 in Göteborg gegründete Unternehmen war 1999 von seinen Eigentümern teilweise an Ford verkauft worden: Während die Auto-Sparte komplett in US-Hände überging, blieb die Herstellung von Nutzfahrzeugen unter dem alten Namen bei den skandinavischen Eignern.

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