Nachdem letztes Jahr die Zahl der Mitarbeitenden um 116 auf 1850 gestiegen ist, beschäftigt Pilatus nun fast 2000 Personen. "Mehr aufbauen sollten wir aber nicht. Jetzt ist fertig", sagte Schwenk in einem Interview mit der Zeitung "Schweiz am Sonntag".

So wie Pilatus heute aufgestellt sei, müsse das Unternehmen einen Jahresumsatz von zirka 1 Milliarde erzielen, ergänzte Schwenk in der "Zentralschweiz am Sonntag". Es zeichne sich aber ab, dass Pilatus nächstes Jahr einen Einbruch erleiden werde.

Denn das Unternehmen lebe von den Trainingsflugzeugen und vom PC-12. "Wir brauchen noch zwei Grossaufträge, die wir noch nicht auf sicher haben", sagte Schwenk der "Schweiz am Sonntag". Pilatus habe aber eine klare Strategie und halte das Personal auch, wenn es zwischenzeitlich nicht so viel Arbeit gebe.

Solange Pilatus im Fünfjahresschnitt die Ziele erreiche, sei er unbesorgt. "Und es gibt keine Anzeichen, dass dem nicht so sein wird", erklärte Schwenk in der "Zentralschweiz am Sonntag". Zur Frankenstärke sagte er: "Wir leben schon lange mit Währungsschwankungen. Als wir den PC-12 planten, lag der Dollar bei 2,70 Franken; wir gingen von einem Worst case von 2 Franken aus."

Erfolg weiterhin möglich

Die Rechnung könne trotz des starken Frankens weiterhin aufgehen. Das wahre Ausmass werde Pilatus aber erst später zu spüren bekommen. So seien etwa die bisherigen Bestellungen für den neuen Business Jet PC-24, der in der abgelaufenen Woche die ersten beiden Testflüge erfolgreich absolviert hat, noch vor der Aufhebung des Euro-Mindestkurses abgegeben worden.

"Das Problem ist, dass in der Folge viele andere Währungen auch viel an Terrain verloren haben, beispielsweise der australische Dollar", hielt Schwenk fest. Pilatus verkaufe viele Flieger nach Australien. Derzeit laufe die Ausschreibung für den Ersatz der PC-9-Staffel der Royal Australian Air Force.

Für den PC-24, der nach umfangreichen Tests ab 2017 ausgeliefert werden soll, wolle Pilatus nach den vorliegenden 84 Bestellungen vorläufig keine mehr entgegennehmen. Pilatus könnte laut Schwenk zwar nochmals so viele verkaufen. "Wir wollen jetzt schauen, wie der PC-24 fliegt."

Die bisherigen Bestellungen gäben Arbeit bis ins Jahr 2020. Dann wolle Pilatus eine zweite Serie auf den Markt bringen. Weil die Maschine schnell und langsam fliegen sowie auf Schotter und Sand landen könne, sei sie auch interessant für Regierungen und internationale Organisationen wie Unicef oder die WHO.