1. Was ist passiert? 

Böse Überraschung für Donald Trump: An der Börse in New York ist am Montag Panik ausgebrochen. Der US-Leitindex Dow Jones stürzte um knapp 1600 Punkte ab - so viele wie noch nie zuvor an einem Tag.  Die bisherigen Jahresgewinne lösten sich in Luft auf. Zugleich sprang das sogenannte Angstbarometer, der Vix-Index, das die Kursschwankungen des S&P 500 misst, um fast 100 Prozent nach oben.

Das letzte Mal, als dieser Volatilitäts-, also Schwankungsindex kräftig nach oben gesprungen war, hatten Sorgen um die chinesische Wirtschaft für einen Ausverkauf an den Börsen gesorgt. Diesmal dürften Sorgen um eine schneller als bisher vermutet verlaufene Zinswende der Hintergrund für die Panikreaktion sein.

Marktbeobachter sehen im «Flash Crash», einen der schwärzesten Tage für die Aktienmärkte seit Jahren. Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners ergänzte: "Viele Anleger sind regelrecht in Panik verfallen."

Mit einem Minus von 4,60 Prozent auf 24'345,75 Punkten ging das weltweit wichtigste Börsenbarometer aus dem Handel.

So heftig ging es bergab

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2. Wie ist das zu verstehen?

In den USA läuft die Wirtschaft so geschmiert wie schon lange nicht mehr. Warum stürzt jetzt gerade der Leitindex ab? Paradoxerweise wegen des Booms! 

Das Wirtschaftswachstum schürt Ängste, dass die Preise in den USA in Kürze rapide steigen könnten. Das würde die Zentralbank dazu zwingen, die Zinsen schneller als geplant zu erhöhen. «Die Menschen müssen sich erst wieder an eine echte Inflation gewöhnen», sagt ein Experte zu CNN.

Etliche Analysten glauben aber, dass alles nur halb so schlimm sei - und verweisen auf das anhaltende Wachstum. «Der Aktienmarkt hat einen Wutanfall», sagte Andres Garcia-Amaya, Chef der Vermögensberatung Zoe Financial bei CNN. Die Märkte müssten einfach «wieder mal durchatmen». 

3. Wie reagiert Trump?

Das Weisse Haus zeigte sich trotz des Kurssturzes an der Wall Street über die wirtschaftliche Lage in den USA zuversichtlich. Der Fokus von Präsident Donald liege auf den langfristigen wirtschaftlichen Fundamentaldaten, die weiterhin "aussergewöhnlich stark" seien, erklärte seine Sprecherin Sarah Sanders am Montag. Dazu gehörten etwa die "historisch niedrige" Arbeitslosigkeit sowie steigende Löhne, fügte sie hinzu. Unter Fundamentaldaten verstehen Ökonomen sogenannte harte Zahlen - etwa zum Wirtschaftswachstum.

Während Trump spricht, sackt der Dow Jones weiter ab.

Während Trump spricht, sackt der Dow Jones weiter ab.

4. So reagiert das Netz

Trump hatte die Rekorde am Aktienmarkt in den vergangenen Monaten wiederholt als Bestätigung für seinen wirtschaftspolitischen Kurs herangezogen. Dementsprechend liess die Häme im Netz nach dem Kurssturz nicht lange auf sich warten. Und fiese Wortspiele machen die Runde. 

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(amü/sda)