Der hervorragende Ruf als "Crypto Valley" locke zahlreiche Startups aus der ganzen Welt an, resümierte die Online-Gründungplattform Startups.ch am Freitag.

Von Januar bis Oktober 2018 wurden insgesamt 35'611 Neueinträge im Schweizer Handelsregister verzeichnet. Das ist ein Plus zum entsprechenden Vorjahreszeitraum von 0,3 Prozent. Damit sei man auf Kurs, den Rekordwert aus dem Vorjahr zu übertreffen.

Zürich im Hintertreffen

In Zürich, dem wirtschaftsstärksten Kanton der Schweiz, wurden den Angaben zufolge zwar anteilsmässig die meisten Unternehmen gegründet, aber in puncto Wachstum habe es im Berichtszeitraum mit einem Minus von 0,9 Prozent jedoch gehapert.

Die Westschweiz sei weiterhin einen Tick dynamischer als die Deutschschweiz. "Nach wie vor weichen Jungunternehmer aus Frankreich in die unternehmerfreundlichere und wirtschaftsstarke Schweiz aus, während deutsche Jungunternehmer vermehrt zurück in ihr Heimatland gehen", erklärt Startups.ch-Chef Michele Blasucci.

Er rechnet aufgrund der tiefen Zinsen auch weiter mit einem guten Investitionsklima. Der Crypto-Boom dürfte anhalten. Insbesondere wenn es gelinge, die regulatorischen Hürden für ICOs (Initial Coin Offerings) in der Schweiz abzubauen. Auch der Bereich Tabakersatzstoffe (CBD-Produkte) werde sich als neuer Wirtschaftszweig etablieren können, wenn der Sektor vom Gesetzgeber weiter liberalisiert werde.