Die Finma schreite zwar ein, wenn einzelne Institute in dem Markt zu hohe Risiken eingingen, sagte Branson. Auf die generelle Risikosituation habe die Finma aber "fast keinen Einfluss". "Einer Überhitzung im Bereich der Renditeliegenschaften kann nur mit wirksamen Anpassungen der Selbstregulierung oder der Regulierung erfolgreich begegnet werden."

Im vergangenen Jahr habe sich die Finma erneut mit verschiedenen Verfahren im Zusammenhang mit globalen Geldwäschereiskandalen beschäftigt, teilte die Behörde mit. Mit der Überwachung der Risiken und der Kontrollsysteme in diesem Bereich sowie der konsequenten Sanktionierung habe die Behörde zum Ansehen des Finanzplatzes beigetragen, gibt sie sich überzeugt.

Beschäftigt habe die Behörde ausserdem die Frage, wie sich "unnötige Komplexität" in der Regulierung beseitigen lasse. Sie verweist auf den Start einer Pilotphase, in der Erleichterungen für solide Kleinbanken getestet werden. Des weiteren erinnert sie an ihre Wegleitungen zu den "Initial Coin Offerings" (ICO) von Blockchain-Unternehmen. Ein ICO dient ähnlich wie ein Börsengang (IPO) der Kapitalbeschaffung.

Der Kosten für die Aufsichtsbehörde sind im vergangenen Jahr derweil leicht zurückgegangen. Die Finma-Jahresrechnung weist für 2018 noch einen Aufwand von 119 Millionen Franken aus gegenüber 121 Millionen im Jahr davor. Die Zahl der Vollzeitstellen der Behörde habe sich seit 2012 kaum verändert.