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Finanzinvestoren greifen schwächelndem Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin unter die Arme

Jack Wolfskin steckt in finanzieller Not. Das Bild zeigt den Jack-Wolfskin-Laden in Solothurn, der 2016 neu eröffnet wurde. (Archiv)

Neue Eigentümer verschaffen dem schwächelnden deutschen Outdoor-Bekleidungshersteller Jack Wolfskin finanziell Luft. Finanzinvestoren wandeln einen Grossteil ihrer Forderungen in eine Beteiligung an dem Unternehmen um.

Durch einen Schuldenschnitt von 255 Millionen Euro reduzieren sich die Verbindlichkeiten von 365 auf 110 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Von den neuen Gesellschaftern um den US-Investor Bain Capital Credit erhält Jack Wolfskin zudem ein Darlehen von 25 Millionen Euro. Bisher gehörte das Unternehmen dem US-Investor Blackstone.

Mit der Stärkung unserer Liquidität und der signifikanten Reduzierung der Verbindlichkeiten und Zinsbelastung sei die finanzielle Restrukturierung von Jack Wolfskin erfolgreich abgeschlossen worden, heisst es in der Mitteilung. Das Unternehmen verfüge nun über eine solide Basis und das erforderliche Kapital, um sein Geschäft weiter auszubauen. Unter anderem eine teure China-Expansion hatte den Anbieter mit dem Tatzenabdruck im Firmenlogo Kraft gekostet.

Das operative Geschäft entwickelt sich nach Firmenangaben positiv. Das Wachstum in Deutschland, Österreich und der Schweiz - dem traditionellen Kernmarkt des Unternehmens - ziehe langsam wieder an. Zusätzlichen Rückenwind erhalte Jack Wolfskin durch einen hohen Bestellungseingang für die Herbst-/Winterkollektion 2017.

Jack Wolfskin erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr nach früheren Angaben 351 Millionen Euro Umsatz und "operativ schwarze Zahlen", nach Erlösen von 314 Millionen Euro im Vorjahr.

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