1. August
Feuerwerk aus China: «Um die 50 Prozent teurer»

Vor allem aufgrund steigender Transportkosten ist das Feuerwerk aus China in den letzten fünf Jahren um fast 50 Prozent teurer geworden. Für den 1. August empfiehlt sich also heuer die dank der Frankenstärke günstigere Ware aus der EU.

Fabian Dali
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«Wenn Sie wissen, dass in einem Container Ware für vielleicht 30‘000 bis 40‘000 Franken steckt und der Transport fast nochmal gleich viel kostet, ist das natürlich verheerend für den Preis.», erklärt Grossimporteur Alain Stucki die Preisanstiege für Feuerwerkskörper aus China. Von 2‘000 Franken für den Weg aus Shanghai in die Schweiz stieg der Preis pro Container in den letzten Jahren nämlich auf gut 15‘000 Franken.

Andere Auslöser für das höhere Kostenniveau bei chinesischer Ware seien auch strengere Sicherheitsvorschriften bei der Produktion und Erfolge beim Lohnkampf der fernöstlichen Arbeiter. Trotzdem: Wer bereit ist die höheren Preise für die Böller aus China zu zahlen, der wird im Fachhandel noch immer fündig. Für alle anderen bieten sich der Import aus Deutschland und natürlich die Schweizer Eigenproduktionen an.

Schluss mit Billigware aus China

Auch andere Branchen spüren die Veränderungen in China. Die steigenden Lohn- und Transportkosten beeinträchtigen die Attraktivität der Volksrepublik als Produktionsland. Deswegen verlagern einzelne Betriebe ihre Produktionsstätten bereits wieder zurück in die Heimat. Allgemein droht der Welt also ein Rückgang der Globalisierung, sollten nicht alternative Energiequellen das immer teurer werdende Erdöl ersetzen.

Bei Waren, deren Eigenwert im Vergleich zum Transportaufwand relativ klein ist, würde eine solche Entwicklung zuerst eintreffen, weil sich der Handel schlicht nicht mehr lohnt. Wer weiss, vielleicht tragen wir alle schon bald wieder Kleidung aus Europa.