Ferrowohlen
Ferrowohlen baut, obwohl Bewilligung fehlt

Obwohl noch keine Bewilligung vorliegt, laufen derzeit die Bauarbeiten für den Umbau von Personalräumen und ein neues Vordach an der alten Ferrohalle. «Es wäre unverhältnismässig, einen Baustopp zu verfügen», sagt Bauverwalter Marcel Wegmann. Nun muss das Unternehmen aber eine Busse zahlen.

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Aargauer Zeitung

Fabian Hägler

Eine Busse wird die Ferrowohlen AG allerdings bezahlen müssen. «Der Höchstbetrag liegt bei 2000 Franken, in diesem Fall wird die Busse aber niedriger liegen», erklärt Wegmann. Auf die widerrechtliche Bautätigkeit der Ferrowohlen wurde die Bauverwaltung nicht selber aufmerksam. «Als wir das letzte Mal vor Ort waren, hatten die Bauarbeiten noch nicht begonnen», sagt Marcel Wegmann. Erst der Wohler Architekt und FDP-Einwohnerrat Benno Kohli hatte den Gemeinderat gestern per Mail informiert. «Bis heute hat der Gemeinderat Wohlen die Baubewilligung für den Umbau der Garderoben nicht erteilt», hielt Kohli darin fest.

Trotzdem werde dieser Umbau von der Ferrowohlen AG bereits ausgeführt, «wie dies auch von ausserhalb des Geländes festgestellt werden kann», ergänzte der FDP-Mann und hängte das nebenstehende Bild dazu an.

Kohli stellte zudem mehrere Fragen an Gemeindeammann und Bauvorsteher Walter Dubler. «Ist sich der Gemeinderat bewusst, dass die Ferro ohne Baubewilligung baut? Muss dieser Umbau nicht aus Gründen der Rechtsgleichheit sofort eingestellt werden? Werden die verantwortlichen Organe der Ferrowohlen AG und die Planer gebüsst?»

Walter Dubler: kein Kommentar

Gemeindeammann Walter Dubler wollte sich gegenüber der AZ Freiamt nicht zu diesen Fragen äussern und verwies auf eine Stellungnahme der Bauverwaltung. Darin heisst es: «Die Baubewilligung kann voraussichtlich in diesen Tagen erteilt werden. Die Ausführung von bewilligungspflichtigen Bauarbeiten ohne Baubewilligung wird gebüsst.»

Auf Nachfrage präzisierte Wegmann: «Es ist richtig, die Ferrowohlen AG baut ohne Bewilligung. Wir werden diese aber heute noch erteilen, die Zustimmung des Kantons liegt vor. Bei unserem letzten Augenschein waren die Arbeiten noch nicht im Gang.» Es wäre laut Wegmann jedoch unverhältnismässig, einen Baustopp zu verfügen.

Ferro informiert am Montag

Peter Wertli, Verwaltungsrat der Ferrowohlen AG, wollte sich gestern nicht zu den Vorwürfen äussern. «Wir werden am kommenden Montag bei einer Presseorientierung vor Ort informieren», sagte Wertli.