Feldschlösschen schlägt auf - Wirte sauer

Feldschlösschen schlägt auf

Feldschlösschen schlägt auf

Bier in Mehrwegflaschen und Fassbier von Feldschlösschen wird auf den 1. Juli teurer. Die Wirte macht der Aufschlag sauer. Inakzeptabel finden sie das.

Feldschlösschen schlägt auf - Wirte sauer


Bier in Mehrwegflaschen und Fassbier von Feldschlösschen wird auf den 1. Juli teurer. Die Wirte macht der Aufschlag sauer. Inakzeptabel finden sie das.

Wer in der Beiz ein Bier trinkt, muss ab Juli tiefer in die Taschen greifen, zumindest dann, wenn das Bier von Marktleader Feldschlösschen ist. Das Bier in Mehrwegfalsche und das Fassbier seiner beiden Marken Feldschlösschen und Cardinal wird um 4 Prozent teurer. Das hat Feldschlösschen heute mitgeteilt.

Die Wirte sind über die Erhöhung sauer. «Wir verurteilen diese Preispolitik auf dem Buckel der kleinen und mittleren Wirte», sagt Josef Schüpfer, Präsident des Wirteverbands Basel-Stadt. Und auch Josef Füglistaller, Vize-Präsident von Gastro Aargau, hat für den Aufschlag wenig Verständnis. In stört vor allem, dass das Bier bei den Detailhändler zu Dumpingpreisen verhökert wird, es für Wirte dagegen immer teurer wird «Es ist eine Tatsache, dass diese Schere aufgeht», sagt Füglistaller gegenüber a-z.ch.

Für Schüpfer fehlt zudem eine seriöse Begründung für den Aufschlag. Feldschlösschen begründet den Aufschlag unter anderem damit, dass der Absatz massiv zurückgehe und die Kosten für die Marktbearbeitung gleichzeitig steigen.

Für Füglistaller kommt der Aufschlag zum «total falschen Zeitpunkt». Die Grastronomie leide wegen gesetzlichen Auflagen eh schon genug. Wenn er als Wirt jetzt auch noch mehr fürs Bier verlangen müsse, werde die Zahl der Gäste weit abnehmen. Dass das Bier teurer wird, ist für Füglistaller klar. «Wir werden müssen aufschlagen», sagt er. Eine Stange dürfte damit schon bald 15 Rappen teurer werden.

Er ist auch überzeugt, dass andere Produzenten nachziehen werden und die Preise ebenfalls anheben. Gründe, dies zu tun, gibt es laut Füglistaller schon. Der Konsum sei stark rückläufig, die Vertriebskosten blieben aber die gleichen.

Schüpfer kritisiert Feldschlösschen noch aus einem anderen Grund. Mehrweggebinde und Fassbier hätten die bessere Ökobilanz als die billigen Einwegflaschen. «Es ist nicht in Ordnung, dass die Restaurateure für dieses umweltgerechte Verhalten mit höheren Preisen bestraft werden. Das führt zur grotesken Situation, dass die Hausfrau im Supermarkt einen Liter Bier oftmals günstiger einkauft als ein Wirt mit seinen regelmässigen Grossbestellungen», so Schüpfer.

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