Wirtschaft

Fehlende Schweizer Einkaufstouristen: Händler ennet der Grenze leiden

Erst ab dem 15. Juni wieder möglich: Zum Einkaufen nach Konstanz fahren.

Erst ab dem 15. Juni wieder möglich: Zum Einkaufen nach Konstanz fahren.

Der Einkaufstourismus zwischen der Schweiz und Deutschland ist weiterhin verboten. Für Einzelhändler jenseits der Grenze bedeutet das zum Teil massive Umsatzeinbussen.

(dpa/dpo) Schweizer Einkaufstouristen bringen normalerweise Schwung in den Handel in Süddeutschland - doch seit Mitte März ist wegen der Coronakrise Schluss damit. Um die Grenze zu passieren, braucht es einen triftigen Grund. Die Umsätze vieler Händler in unserem Nachbarland sanken dadurch dramatisch.

Im Lebensmitteleinzelhandel seien Umsatzrückgänge zwischen 30 und 60 Prozent festgestellt worden, sagte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee, Claudius Marx. «Viele Händler fürchten um ihre Existenz, sollten die Grenzen zur Schweiz nicht bald wieder vollständig geöffnet werden.» Das Gleiche gelte für Gastronomie, Hotellerie und zahlreiche Dienstleistungen, deren Geschäftsmodell den unmittelbaren Kontakt zum Kunden voraussetze.

Im vergangenen Jahr hätten Kunden aus der Schweiz in den Landkreisen Lörrach, Waldshut und Konstanz für rund 1,5 Milliarden Euro eingekauft, sagte Marx weiter. «Wie hoch sich der Schaden am Ende der Corona-Pandemie aufsummieren, und ob und wie viele Insolvenzen es auf dem Weg dahin geben wird, ist im Moment schwer absehbar.» Die Händler setzten nun auf eine hohe Nachfrage, wenn die Grenze vom 15. Juni an wieder geöffnet ist.

Meistgesehen

Artboard 1