Zusätzlich würden bereits der Fed gehörende, aber auslaufende Papiere ersetzt, so dass sich die neuen Ankäufe auf insgesamt 850 bis 900 Mrd. Dollar summierten.

Ziel der Geldspritze ist es, die Wirtschaft anzukurbeln und so mehr Jobs zu schaffen. Notenbankchef Ben Bernanke begründete den Beschluss des Offenmarktausschusses mit der enttäuschenden Entwicklung am Arbeitsmarkt. Den Leitzins beliess er wie erwartet bei 0 bis 0,25 Prozent und versprach erneut noch lange extrem niedrige Zinsen.

Die Fed hatte auf dem Höhepunkt der Finanzkrise nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im September 2008 ihren Zins auf annähernd null Prozent gekappt und Anleihen im Gesamtwert von rund 1,7 Billionen Dollar erworben - davon Staatsanleihen über rund 300 Mrd. Dollar.

Hintergrund für die neuen Schritte der Fed ist die für US-Verhältnisse hohe Arbeitslosenquote von 9,6 Prozent. Rund 15 Millionen Amerikaner haben keinen Job und das Wachstum der Wirtschaft reicht bislang nicht aus, um diese Misere zu mildern.

Doch der Fed sitzt nicht nur die hohe Arbeitslosigkeit im Nacken: Parallel ist die Teuerung in den USA derzeit so niedrig wie seit den 60er Jahren nicht mehr. Viele Fachleute fürchten ein Abrutschen in die Deflation, also auf breiter Front fallende Preise. Das hätte volkswirtschaftlich desaströse Folgen.

US-Börsen schliessen gut

Die weitere Lockerung der Geldpolitik und gute Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Mittwoch gestützt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,2 Prozent höher auf 11.215 Punkten aus dem Handel. Im Verlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 11.097 und 11.226 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 1198 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 2540 Punkte.