Dies sagte der Direktor der europäischen Polizeibehörde Europol, Rob Wainwright, am Freitag in Den Haag.

Sie seien entweder vor dem Start in der Warteschlange gefasst oder nach ihrer Landung am Zielflughafen abgeführt worden, sagte Wainwright. Den Fluggesellschaften entstehe durch diese Art der organisierten Kriminalität jedes Jahr ein Schaden in Höhe von einer Milliarde Dollar. Gleichzeitig seien Millionen unschuldiger Menschen betroffen, deren Kreditkartendaten missbraucht würden.

Die zweitägige Polizeiaktion "Global Airport Action", die bereits am Mittwoch und Donnerstag stattfand, erstreckte sich über 45 Länder. Die Federführung lag bei Europol in Den Haag; beteiligt waren aber auch Interpol in Singapur und Ameripol im kolumbianischen Bogotá.

Auch die Schweiz beteiligte sich an der Aktion. Insgesamt seien fünf Verdachtsmeldungen eingegangen, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Polizei (fedpol), Stefan Kunfermann, auf Anfrage. Am Flughafen Zürich seien drei Personen kontrolliert worden.

Experten der Kreditkartenunternehmen Visa, Mastercard und American Express sowie Vertreter der Fluggesellschaften arbeiteten mit der Polizei zusammen.