Kolumbien

Farc-Rebellen fordern von Regierung Land für Bauern

Ein Mitglied der FARC-Rebellen bei den Friedensverhandlungen mit der kolumbianischen Regierung in Kuba

Ein Mitglied der FARC-Rebellen bei den Friedensverhandlungen mit der kolumbianischen Regierung in Kuba

Die kolumbianischen Farc-Rebellen haben die Regierung aufgefordert, mehrere Millionen Hektar Land für Bauern zur Verfügung zu stellen. Damit würde die Regierung ihrer Pflicht nachkommen, «ihre historische Schuld zu begleichen», hiess es.

Einzelne Bauern und landwirtschaftliche Zusammenschlüsse sollten neun Millionen Hektar Land zugeteilt bekommen. Weitere sieben Millionen Hektar sollten gezielt für die Nahrungsmittelproduktion verwendet werden.

Für die Verteilung könne Land verwendet werden, dass zu verlassenen oder nicht ausreichend bewirtschafteten Höfen gehöre, führte die FARC aus. Auch beschlagnahmtes Land von Drogenhändlern könne verwendet werden, ebenso wie Flächen, die mit Gewalt den Besitzer wechselten.

Die Guerilla führt derzeit Friedensverhandlungen mit der kolumbianischen Regierung in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Die Umverteilung von Land gehört zu den schwierigsten Punkten der Gespräche.

Gegründet wurden die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) 1964 im Kampf gegen Grossgrundbesitzer. In dem Konflikt wurden Schätzungen zufolge bislang 600'000 Menschen getötet. Nach UNO-Angaben wurden zudem vier Millionen Menschen vertrieben. Drei vorherige Versuche, Frieden zu schliessen, scheiterten.

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