UBS-Affäre

Ex-Botschafter: «UBS kann nicht mit viel Entgegenkommen rechnen»

Schweiz stellt sich hinter UBS

Schweiz stellt sich hinter UBS

Eine Beschlagnahmung von UBS-Werten in den USA ist laut Ex-Botschafter Carlo Jagmetti durchaus möglich. Die tief in der Wirtschaftskrise steckenden USA seien entschlossen, unter Beihilfe der UBS verlustig gegangene Steuereinnahmen zurückzuholen.

"Ich glaube nicht, dass die US-Steuerbehörde für einige Milliarden Dollar bereit ist, die Klage einfach so fallen zu lassen", sagte Jagmetti, der die Schweiz 1993 bis 1997 in Washington vertreten hatte, in einem Interview, das in den Zeitungen "Neue Luzerner Zeitung" und "Der Bund" publiziert wurde. Dennoch sei ein Vergleich der sinnvollste Weg, den Konflikt zu lösen.

Er warnt aber davor, dass die USA gross zu Konzessionen bereit seien: "Da sollte die UBS nicht mit viel Entgegenkommen rechnen". Allerdings wäre ein Ende der UBS-Tätigkeit in ihrem Land nicht im Interesse der USA: "Es geht um hohe Vermögenswerte und Tausende von amerikanischen Arbeitsplätzen", so Jagmetti.

Eine nachhaltige Verschlechterung der Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA würde niemandem helfen, ist der ehemalige Diplomat überzeugt.

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