Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Europäischen Bankenregulierungsbehörde (EBA) zur Rekapitalisierung des Bankensektors hervor.

Ende vergangenen Jahres hatte die EBA eine Schätzung veröffentlicht, nach der die untersuchten Geldhäuser ihre Kapitaldecke um mindestens 115 Mrd. Euro erhöhen müssten, um für eine erneute Krise gewappnet zu sein.

Die Aufstockung der Reserven habe nicht zu der befürchteten Kreditklemme geführt, teilte die EBA mit. Die Geldhäuser hätten die zusätzlichen Mittel durch Auszahlungsstopps bei Dividenden und den Abbau risikoreicher Vermögensteile generiert.

"Die Europäischen Banken haben ihr Kapital signifikant erhöht und damit die Widerstandsfähigkeit des ganzen Banksystems erhöht", sagte EBA-Vorstand Andrea Enria.

"Die Banken sind nun besser dafür gerüstet, die Realwirtschaft mit Kapital zu versorgen, aber sie müssen auf dem Weg der neuen Regularien bleiben."

Nach den neuen Vorschriften müssen die europäischen Banken ihre Kernkapitalquote auf über neun Prozent erhöhen. Im Juni habe die durchschnittliche Kernkapitalquote von 61 untersuchten Kreditinstituten bei 10,7 Prozent gelegen, teilte die EBA mit.