Die Zeit dränge, deshalb müsse alles daran gesetzt werden, am Samstag eine Lösung zu finden, sagte Merkel nach dem Ende des ersten EU-Gipfeltages in Brüssel. EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte, die Gipfelteilnehmer erwarteten, dass die Eurogruppe "diesen Prozess auf ihrem Treffen am Samstag abschliesst".

Die Verhandlungen seien sehr technisch und könnten deshalb nur von Fachleuten geführt werden. "Das können und werden die Staats- und Regierungschefs nicht tun", betonte Merkel. Der politische Wille zu einer Einigung sei aber von allen Gipfelbeteiligten unterstrichen worden. Derzeit gehe es um den Abschluss des laufenden Programms. "Es ist nicht möglich, irgendwelches neues Geld zu finden, was bislang nicht da ist."

Das aktuelle Hilfsprogramm für Griechenland läuft am Dienstag aus. Danach droht dem Euro-Land ohne eine Einigung mit den Gläubigern die Staatspleite. Die Euro-Finanzminister treffen sich am Samstag in Brüssel erneut zu einer Sondersitzung.