Am Morgen war die Gemeinschaftswährung gemäss dem Finanzdatenanbieter Swissquote kurzzeitig weniger als 1.40 Fr. wert Auch im späteren Handelsverlauf notierte der Euro meist nur knapp über der 1.40-Franken-Marke.

Es gebe Gerüchte, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) das Währungspaar wieder unterstütze, schrieb die Zürcher Kantonalbank in einem Kommentar.

Zum Dollar erholte sich der Euro im späten Nachmittagshandel wieder bis auf 1.2380 Dollar. Der Stand von 1.2237 Dollar ist der tiefste seit April 2006. Damit war der Euro noch billiger als zur heissen Zeit der Finanzmarktkrise im Herbst 2008, als viele Anleger in den als sicheren Hafen geltenden Dollar flüchteten.

Seit Jahresbeginn hat der Euro gut 14 Prozent an Wert gegenüber dem Dollar eingebüsst und sich damit schlechter entwickelt als andere grosse Währungen.

An den Devisenmärkten sei derzeit eine ungemein nervöse Stimmung zu beobachten, sagte der Experte Thomas Amend von der Düsseldorfer Bank HSBC Trinkaus.

Die Anleger müssen sich daher auch in den kommenden Handelstagen auf zum Teil heftige Kursschwankungen einstellen. Amend hält auch ein kurzfristiges Abrutschen der Gemeinschaftswährung bis auf die Marke von 1.20 Dollar für durchaus möglich.

In dieser Woche beraten die Euro-Finanzminister über die Haushaltspolitik und über eine grundlegende Reform des Euro-Stabilitätspaktes.

"Es hat den Anschein, als würden die Finanzmärkte den Politikern in Europa nicht die Zeit geben, halbwegs in Ruhe neue Spielregeln für die Mitgliedsländer der Währungsunion aufzustellen", erklärte Experte Kornelius Purps von der Bank UniCredit.