Am 1. September beginnt zwar der EU-weite Glühlampen-Ausstieg. Händler dürfen innerhalb der EU ab Dienstag keine klaren Glühlampen mit einer Leistung von mehr als 75 Watt mehr beziehen. Das gleiche gilt für alle matten Glühlampen.

Sie können aber noch alles, was sie an 100-Watt-Glühbirnen oder matten Glühbirnen an Lager haben, weiterhin verkaufen. Die restlichen 25-, 40- und 60-Watt-Birnen sollen in weiteren Stufen bis 2012 verschwinden.

Vorläufig scheinen viele Händler noch auf die alten Glühbirnen zu setzen, wie Beispiele in Deutschland zeigen. Etliche Bau- und Elektromärkte hätten ihre Lagerbestände an solchen Glühlampen randvoll aufgestockt, berichten deutsche Umweltverbände.

Es geht aber auch anders. In Deutschland nehmen Ikea sowie die Versandhäuser Otto und Schwab die betroffenen Glühlampen aus dem Sortiment. In der Schweiz hatte Coop im Juni angekündigt, die EU-Richtlinien freiwillig umzusetzen. Die Migros nimmt die matten Glühbirnen ebenfalls aus dem Sortiment. Beide Grossverteiler haben ihr Sortiment stärker auf Energiesparlampen ausgerichtet.

Offiziell übernimmt die Schweiz die EU-Regelungen zu den Glühbirnen ab dem 1.9.2010. Allerdings müssen Lampen bereits seit dem 1. Januar dieses Jahres Mindestanforderungen an die Energieeffizienz erfüllen. Die zwei schlechtesten Energieklassen (G und F) sind seit Anfang Jahr verboten. Dies betrifft vor allem Niedrig-Watt-Birnen.

Die Schweiz habe einen etwas anderen Weg als die EU eingeschlagen, erklärt Marianne Zünd, Informationschefin des Bundesamtes für Energie (BFE), auf Anfrage. "Unser Verbot betrifft direkt den Handel." Das heisst: Anders als in der EU, in der die Lagerbestände noch aufgebraucht und verkauft werden dürfen, ist der Verkauf in der Schweiz mit in Kraft treten der Verordnung verboten.