Die Fördergelder sollen kurzfristig rund 174'000 Arbeitsplätze schaffen, hiess es am Dienstag in einem Communiqué der EU-Kommission. Hochschulen, Forschungsorganisationen und die Industrie gehören zu den mehr als 16'000 Empfängern der Fördermittel.

"Europa zeigt heute erneut, dass Forschung und Innovation an oberster Stelle der politischen Agenda für Wachstum und Arbeitsplätze stehen", sagte die EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn vor den Medien in Brüssel.

Der EU-weite Wettbewerb um diese Gelder werde "die besten Forscher und Innovatoren Europas zusammenführen", um die grössten aktuellen Probleme wie Energie, Lebensmittelsicherheit, Klimawandel und Bevölkerungsalterung anzugehen. Der Grossteil der Ausschreibungen wird am (morgigen) Mittwoch veröffentlicht.

Mit USA und China konkurrieren

Künftig will die EU-Kommission noch mehr Geld für Forschung und Innovation ausgeben. Im mehrjährigen Finanzrahmen ab 2013 sind Ausgaben von 80 Mrd. Euro vorgesehen.

Die EU-Forschungsförderung ist Teil einer kohärenten Innovationsstrategie. Europa benötige diese, um mit grossen dynamischen Ländern wie den USA und China konkurrieren zu können, hält die EU-Kommission fest.

Die Schweiz ist seit 2004 integral bei den EU-Forschungsprogrammen dabei. Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm läuft noch bis 2013. Schweizer Forschende sind an rund 400 Projekten beteiligt.