Stark war aus Protest gegen die milliardenschweren Anleihekäufe, mit denen die EZB kriselnde Euro-Staaten stützt, überraschend zurückgetreten. Die Personalie wird aber letztlich von den EU-Staats-und Regierungschefs beim Gipfel am 23. Oktober in Brüssel entschieden.

Asmussen spricht vor EU-Parlamentsausschuss

Asmussen, derzeit noch Staatssekretär im deutschen Finanzministerium, war zuvor von dem Ausschuss angehört worden. Dabei erklärte er auch, dass die umstrittenen Anleihekäufe der EZB seiner Einschätzung nach die Unabhängigkeit der Notenbank nicht beeinträchtigen.

"Die EZB hat den Beschluss für das Anleihekaufprogramm in voller Unabhängigkeit getroffen", sagte er bei seiner Anhörung. Die Käufe seien jedoch zeitlich befristet und sollen die Funktionsfähigkeit der Geldpolitik sicherstellten.

Nötig ist laut Asmussen ein umfassendes Konzept zur Lösung der Eurokrise. Die europäischen Regierungen müssten zudem klar machen, wo Europa hin wolle. "Isolierte Massnahmen helfen nicht", sagte er.

Ein solches Paket müsse rasch beschlossen werden, da die Ansteckungsgefahren in der Eurozone gross seien. Eine Rekapitalisierung der europäischen Banken müsse Teil dieses Programms sein. Notwendig sei zudem eine glaubwürdige Lösung für Griechenland.