Brüssel hatte die Geschäfte mit CO2-Zertifikaten am 19. Januar gestoppt, nachdem in mehreren Ländern Scheine im Wert von rund 28 Millionen Euro gestohlen worden waren. Dabei hatten kriminelle Computerspezialisten Sicherheitslücken in den nationalen Systemen ausgenutzt.

Für die Wiederaufnahme des Handels mussten alle EU-Staaten der Kommission Berichte über ihre Sicherheitsvorkehrungen vorlegen. Die Nachweise aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, der Slowakei und Grossbritanniens reichen der Kommission aus, um das Handelsverbot für diese fünf Länder wieder aufzuheben.

Ab Freitag ab 8.00 Uhr dürfen die Zertifikate wieder in den Handel. "Die Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden ist konstruktiv und es werden mehrere weitere Berichte in den kommenden Tagen erwartet", erklärte die Kommission.

Der Handel mit Verschmutzungsrechten ist ein Instrument für den Klimaschutz. Unternehmen erhalten dabei Emissionszertifikate, die sie zum Ausstoss einer bestimmten Menge des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) berechtigen. Nicht benötigte Papiere können zum Marktpreis weiterverkauft werden.

Die Phishing-Angriffe waren ein harter Rückschlag für die europäische Klimapolitik. Insgesamt sollen Hacker bis zu zwei Millionen Zertifikate illegal an sich gebracht und weiterverkauft haben.