Sie behinderten den Wettbewerb zwischen Banken, trieben die Kosten für Händler und damit auch für die Konsumenten in die Höhe. Daher seien sie nicht mit EU-Wettbewerbsrecht vereinbar, erklärte die Kommission. Dies teilte die EU-Kartellbehörde am Dienstag mit.

Visa Europe gehört rund 3700 kartenausgebenden Banken und anderen Finanzinstituten. Sie arbeitet mit einer Lizenz des US-Konzerns Visa, ist aber gesellschaftsrechtlich unabhängig von dem US-Konzern.

Mit 41 Prozent aller ausgegebenen Zahlungs-Karten ist Visa Europe auf dem Kontinent dominierend. Bereits im Dezember 2010 hatte das Unternehmen auf Anordnung der EU-Kommission bestimmte Gebühren gesenkt. Damals hatte sich der Einzelhandelsverband EuroCommerce über die Praktiken von Visa beschwert.