Konjunktur

Erwerbslosigkeit in der Schweiz deutlich gestiegen

Viele junge Menschen suchen Arbeit (Archiv)

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Die Wirtschaftskrise hat die Erwerbslosigkeit in der Schweiz deutlich steigen lassen. Im zweiten Quartal 2009 waren laut Bundesamt für Statistik (BFS) 182'000 Menschen erwerbslos. Innerhalb eines Jahres stieg die Erwerbslosenquote von 3,4 auf 4,1 Prozent.

Am stärksten von der Zunahme betroffen sind die 25- bis 39-Jährigen (+1,6 Prozentpunkte auf 4,7%). Leicht über dem Durchschnitt liegt die Zunahme bei Ausländern (+0,9 Prozentpunkte auf 7,2%) sowie in der Westschweiz und im Tessin (+0,9 Prozentpunkte auf 5,6%).

Die Unterbeschäftigung nimmt laut BFS weniger schnell als die Erwerbslosigkeit zu: 294'000 Menschen oder 6,6 Prozent der Erwerbsbevölkerung in der Schweiz sind davon betroffen, gegenüber 6,3 Prozent im Vorjahr.

Insgesamt hatten damit 476'000 Menschen oder 10,7 Prozent der Erwerbsbevölkerung keine oder nicht genügend Arbeit. Im Vorjahresquartal waren es 9,6 Prozent gewesen. Das fehlende Arbeitspensum beläuft sich auf 238'000 Vollzeitstellen gegenüber 192'000 ein Jahr zuvor.

Im internationalen Vergleich bleibe die Erwerbslosigkeit in der Schweiz gering, schreibt das BFS. So stieg die durchschnittliche Erwerbslosenquote in der EU innert Jahresfrist von 6,8 auf 8,8 Prozent.

Die höchste Zunahme mussten die baltischen Staaten (Estland, Lettland und Litauen) sowie Spanien und Irland hinnehmen. Ausserdem beträgt in diesen Ländern sowie in Ungarn und in der Slowakei die Erwerbslosenquote über 10 Prozent.

Die Erwerbslosenquote der 15- bis 24-Jährigen nahm in der Schweiz innerhalb eines Jahres von 7,0 auf 8,2 Prozent zu. Der Anstieg in der EU ist deutlich höher: Eine von fünf Personen dieser Altersklasse in der EU ist heute erwerbslos (19,6% gegenüber 15% im Vorjahr).

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