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Erwartungen verfehlt: Credit Suisse macht nur halb soviel Gewinn

Viel weniger Gewinn als erwartet, CEO Brady Dougan ist dennoch zufrieden.

Viel weniger Gewinn als erwartet, CEO Brady Dougan ist dennoch zufrieden.

Die Credit Suisse (CS) hat im dritten Quartal 454 Millionen Franken Reingewinn erwirtschaftet. Damit übertrifft sie ihr Vorjahresergebnis, verfehlt allerdings die Voraussagen der Analysten. Das schwache Geschäft im Anleihenhandel bremste die Bank.

Credit Suisse gibt unerwartet schwache Quartalszahlen bekannt: Die CS hat im dritten Quartal zwar 454 Millionen Franken Reingewinn erwirtschaftet. Doch Branchenexperten hatten für die zweitgrösste Schweizer Bank 803 Mio. Fr. Gewinn vorausgesagt.

Beim Vorsteuergewinn, wo die CS 685 Mio. Fr. ausweist (Vorjahr: 348 Mio. Fr.), hatten die Analysten laut der Finanznachrichtenagentur awp mit 1,15 Mrd. Fr. gerechnet.

CEO Brady Dougan zeigt sich zufrieden über die neusten Zahlen der Credit Suisse

CEO Brady Dougan zeigt sich zufrieden über die neusten Zahlen der Credit Suisse

In der Investmentbank, an der die CS im Gegensatz zur Konkurrentin UBS im grossen Umfang festhält, konnte ein gutes Abschneiden im Aktienhandel die Schwäche im Anleihengeschäft nicht wettmachen, wie Konzernchef Brady Dougan am Donnerstag gemäss einem Communiqué der Bank sagte.

Dougan kündigte zudem eine Vereinfachung des Zinsengeschäfts in der Investmentbank an. Indem die CS das Geschäft verkleinert, will sie die Profitabilität der Einheit verbessern. Die Restrukturierung dürfte Kapital freisetzen, das bisher in diesem Geschäft gebunden, war, hiess es.

In der Vermögensverwaltung konnte die CS die wiederkehrenden Kommissions- und Gebührenerträge steigern, verbuchte aber auch einen tieferen Zinsenerfolg.

Die wohlhabenden und reichen Kunden zeigten sich eher zurückhaltend, nachdem sie die CS im Frühsommer noch mit einer hohen Zahl an Handelsaufträgen versorgt hatten.

Sparziel erhöht

Bei den Kostensenkungen in der Vermögensverwaltung habe es Fortschritte gegeben, teilte die Bank weiter mit.

Der Neugeldzufluss belief sich im dritten Quartal unter dem Strich auf 8,1 Mrd. Franken. Erneut nahm die CS viel Geld aus den Schwellenländern und von superreichen Kunden entgegen.

Weiter teilte die Bank mit, dass sie ihr Sparziel bis Ende 2015 auf 4,4 auf 4,5 Mrd. Fr. erhöht habe.

Bis Ende September hat sie den Aufwand um 3 Mrd. gesenkt. Das Sparprogramm wurde im Sommer 2011 lanciert und ist seitdem schrittweise verschärft worden.

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