Verkehr

Erstmals seit langem sinkt die Nutzung des öffentlichen Verkehrs

Der öV scheint in der Schweiz das Rennen gegen das Auto zu verlieren: 2017 ist die Nutzung von öffentlichen Strassenverkehrsmitteln erstmals seit zehn Jahren leicht zurückgegangen. Derweil überschritt der motorisierte Privatverkehr erstmals die 100-Milliarden-Kilometer-Grenze. (Archivbild)

Der öV scheint in der Schweiz das Rennen gegen das Auto zu verlieren: 2017 ist die Nutzung von öffentlichen Strassenverkehrsmitteln erstmals seit zehn Jahren leicht zurückgegangen. Derweil überschritt der motorisierte Privatverkehr erstmals die 100-Milliarden-Kilometer-Grenze. (Archivbild)

Erstmals seit zehn Jahren ist die Nutzung des öffentlichen Strassenverkehrs in der Schweiz zurückgegangen. 2017 wurden 15 Millionen Personenkilometer weniger mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von 0,335 Prozent.

Der private motorisierte Verkehr hat im selben Zeitraum um rund 2 Prozent zugelegt - etwa im Ausmass der Vorjahre. Die Anzahl der mit privaten Kraftfahrzeugen absolvierten Personenkilometer ist dabei erstmals auf über 100 Milliarden gestiegen, wie eine Extrapolierung des Bundesamts für Statistik ergeben hat.

Anders als öffentliche Strassenverkehrsmittel wurden Schienenfahrzeuge 2017 leicht öfter genutzt als im Vorjahr: Die im Zug absolvierten Personenkilometer stiegen um 47 Millionen, was einem Plus von 0,226 Prozent entspricht.

Deutlich zugenommen hat nur der Langsamverkehr: Letztes Jahr legten Schweizerinnen und Schweizer acht Milliarden Kilometer auf Schusters Rappen, auf dem Velo oder einem langsamen E-Bike zurück, das entspricht einem Plus von 12, 5 Prozent.

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