Auf den Flugverkehr wirkten sich auch die Verkehrsbehinderungen vom Mittwoch aus. Das erklärte Aline Yazgi, Verantwortliche der Öffentlichkeitsarbeit des Genfer Flughafens, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Einige Flugzeuge konnten nicht in die Schweiz zurückkehren.

Die Fluggesellschaften strichen deshalb 30 Flüge nach Genf: Fünf aus Spanien, einer aus den Niederlanden, vier aus Grossbritannien, zwei aus Portugal sowie 18 aus Frankreich. Zudem fielen 33 von Genf ausgehende Flüge aus.

Am Flughafen Zürich fielen zehn Hin- und Rückflüge aus: Fünf nach Paris Charles-de-Gaulle, zwei nach Nizza, zwei nach Lyon und einer nach Amsterdam. Zudem verspäteten sich Flüge ab Zürich und Genf bis zu zwei Stunden.

Streit um Rentenalter

Die Luftfahrtbehörde DGAC hatte die Fluggesellschaften bereits im Vorfeld aufgerufen, am Donnerstag jeden zweiten Flug abzusagen. Am Mittwoch, dem ersten Streiktag, waren es noch 40 Prozent der Verbindungen gewesen.

Mit dem auf zwei Tage angesetzten Streik wollen die Fluglotsen Verhandlungen über ihre Arbeitsbedingungen erzwingen. Dabei geht es unter anderem um das Alter, mit dem Fluglotsen in den Ruhestand gehen müssen. Dieses wurde im Zuge einer Reform von 57 auf 59 Jahre angehoben.

Ursprünglich hatten die Lotsen bereits im März die Arbeit niederlegen wollen. Nach dem Absturz des Germanwings-Airbus in den französischen Alpen mit 150 Toten verschoben sie den Streik aber.