Luxusindustrie
Ehemaliger UBS-Chef Sergio Ermotti mischt mit bei Börsengang von Luxus-Herrenausstatter Zegna

Der italienische Luxus-Herrenausstatter will sein Kapital via eine Investmentgesellschaft dem Anlegerpublikum in New York öffnen.

Daniel Zulauf
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Flair für Mode: Ex-UBS-Chef Ermotti lenkt Millionen in einen Kleiderhersteller

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Simon Dawson / Bloomberg

Das vom früheren UBS-Chef Sergio Ermotti und aktuellen Swiss-Re-Präsidenten geleitet Finanzvehikel Investindustrial Acquisition Corp. (IAC) will dem Herrenausstatter Ermenegildo Zegna Trittbrett für eine Kotierung an der New Yorker Börse sein. Investindustrial ist eine Special Purpose Acquisiton Comampany (Spac), ein leerer, börsenkotierter Firmenmantel, mit dessen Kapital Übernahmen finanziert werden. IAC und Zegna planen noch im laufenden Jahr eine Fusion, die quasi über die Hintertür zur Börsenkotierung des italienischen Textilherstellers führen wird.

Durch den Zusammenschluss fliessen rund 880 Millionen Dollar in die Kasse von Zegna. Knapp die Hälfte davon hatte IAC schon beim eigenen Börsengang im Januar eingeworben. Weitere knapp 500 Millionen Dollar sollen IAC und nicht näher benannte Investoren einschiessen. Zegna werde bei der Transaktion mit 3,2 Milliarden Dollar bewertet. Die Familie Zegna soll zwei Drittel der Aktien behalten. 11 Prozent gehen an die Aktionäre von IAC. Zegna unterhält in der Nähe von Mendrisio eine Produktionsstätte mit rund 1000 Angestellten.

Ermotti sagte über den Deal in einem Statement, Ziel sei es, Zegna in diesem wichtigen neuen Kapitel seiner Geschichte zu unterstützen. «Gleichzeitig wird der Öffentlichkeit die Möglichkeit eröffnet, in eine der letzten grossen ikonischen unabhängigen Luxusmarken zu investieren.»