Dies sagte IWF-Chefökonom Olivier Blanchard dem ungarischen Internet-Portal Portfolio.hu, das die Äusserungen am Mittwoch veröffentlichte.

Als Höhepunkt der Finanzkrise gilt die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008.

Für die Euro-Zone hält Blanchard eine geteilte Preisentwicklung für nötig. Während die unter der Schuldenkrise besonders leidenden Staaten im Süden einen Rückgang bräuchten, müssten die Kernländer wie Deutschland eine höhere Inflation in Kauf nehmen.

"Dies ist nicht der Beginn einer Hyperinflation", versicherte der Ökonom in dem bereits am 18. September geführten Interview. Er verwies zur Begründung auch auf das starke Mandat der Europäischen Zentralbank (EZB), die Preisstabilität zu sichern.

Für jedes Land sei der passende Sanierungskurs zu finden. Sparanstrengungen seien unvermeidlich, aber diese dürften nicht die Konjunktur komplett abwürgen. Auch die Haushaltsprobleme der USA und Japans dürften nicht vergessen werden, mahnte Blanchard.