Energie

Energieagentur senkt Prognose für Ölnachfrage

Ölnachfrage nicht so hoch wie vorerst prognostiziert (Archiv)

Ölnachfrage nicht so hoch wie vorerst prognostiziert (Archiv)

Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet einen langsameren Anstieg der Ölnachfrage und korrigiert ihre Prognosen nach unten. Im Jahresdurchschnitt rechnet die IEA 2010 nun mit einer Nachfrage von 86,4 Mio. Fass pro Tag.

Dies entspricht im Jahresvergleich einem Wachstum um 1,6 Mio. Fass pro Tag (+1,9 Prozent), wie die Organisation in Paris mitteilte. Zuletzt war die IEA davon ausgegangen, dass die tägliche Nachfrage um 190'000 Fass (je 159 Liter) höher sein könnte.

Hintergrund der nach unten korrigierten Schätzung sind nach Angaben der Energieagentur vor allem revidierte Basisdaten aus Ländern, die nicht zur OECD gehören. Zudem habe sich die Nachfrage in Asien und im Nahen Osten schwächer erwiesen als erwartet.

Weitreichende Konsequenzen könnte nach Einschätzung der IEA-Experten auch die Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko haben. Die Auswirkungen auf die aktuelle Produktion in der Region seien zwar gering, aber auf die Branche könnten hohe Kosten zukommen. Hintergrund ist die Diskussion über schärfe Sicherheitsauflagen und Einschränkungen für das Offshore Leasing.

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