"Anhaltende Spekulation über einen Deal zwischen (dem Öl-Kartell) Opec und führenden Nicht-Opec-Produzenten scheint genau das zu sein: Spekulation", heisst es im am Dienstag veröffentlichten monatlichen Marktbericht. Zudem geht die IEA weiter davon aus, dass die Ölförderung die Nachfrage in diesem Jahr übersteigt. Unter der Annahme, dass die Opec ihre Produktion konstant halte, liege der Zuwachs der Lagerbestände bei 2 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag im ersten Quartal.

Im zweiten Quartal soll der Überschuss dann auf 1,5 Millionen Barrel täglich sinken, im zweiten Halbjahr auf 0,3 Millionen Barrel. "Wenn diese Zahlen sich als richtig erweisen, ist es angesichts des ohnehin schon mit Öl überfluteten Marktes schwer vorstellbar, wie die Preise kurzfristig deutlich steigen können", bilanziert die Agentur.

Die Ölpreise waren im Januar unter die Marke von 30 US-Dollar (rund 27 Euro) je Fass gerutscht. Mitte 2014 waren für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent noch mehr als 100 Dollar fällig. Zuletzt stiegen die Preise wieder etwas, am Dienstagmorgen kostete ein Fass 32,90 Dollar. Insgesamt bleibt Öl aber in einem langfristigen Preistief. Die IEA mit Sitz in Paris ist ein Zusammenschluss von 29 westlichen Öl-Importländern.